Der Habicht, Accipiter gentilis

"Habicht, Habicht
hier gebe ich dir ein Osterlamm
friß mir keine Hühner auf " (Unbekannt)
 

Vorkommen, Lebensraum, Verbreitung

Der Habicht gehört zur Ordnung der Greifvögel und in den Bereich der Familie der Habichtartigen (Accipitridae). Er zählt er zur Gattung der Sperber und Habichte. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich weitDer Habicht über die Grenzen Europas hinaus, auch in Asien und Nordamerika ist er beheimatet. Er bevorzugt Laubwälder mit altem Baumbestand, um seine großen Nester in weiten Baumkronen unterbringen zu können.

Beschreibung

Der Habicht, ursprünglich auch Hühnerhabicht genannt, ist leicht mit seinem nächsten Verwandten, den Sperber zu verwechseln. Besonders in weiterer Entfernung erkennt man ihn nicht immer zweifelsfrei.

Er hat relativ kurze Flügel, einen langen Schwanz und eine enorme Muskulatur, welche ihn zum wendigen Sprinter der Lüfte macht. Das Habicht Weibchen ist in etwa 60 cm groß, das Männchen gute 10 cm kleiner. Auch durch die Färbung des Gefieders unterscheiden sich die beiden Geschlechter. Das Männchen ist in etwa grau-braun, das Weibchen mehr in Richtung dunkelgrau gefärbt.

Die Flügelspannweite erstreckt sich bei den weiblichen Tieren auf etwa 110 cm-120 cm, bei den männlichen Artgenossen werden meist 90 cm – 100 cm gemessen.

Kräftige spitze Krallen des Habicht greifen sicher die Beute und lassen sie nicht mehr los, bis der krumme scharfe Schnabel diese aufgerissen und verzehrt hat.

Nahrung

Wegen der unterschiedlichen Größen von Männchen und Weibchen, stehen auf dem Speiseplan auch unterschiedliche Beutetiere. Während sich das Männchen auch mit kleineren Vögeln und Tauben zufrieden gibt, jagen die weiblichen Habichte nicht selten Kanninchen oder Hasen. Beiden wird eine besondere Vorliebe für Tauben nachgesagt, die sie gern durch einen Überraschungsangriff schlagen, aber auch viele kleinere Tiere im Wald und Feld werden Opfer des Habichts. 

Fortpflanzung

Der Habicht ist bereits mit 10 Monaten geschlechtsreif, er brütet aber oft erst im zweiten, oder dritten Lebensjahr. Das Nest mit drei bis vier Eiern findet man hoch oben in weiten Baumkronen, die gut angeflogen werden können. Der Brutbeginn variiert von Ende März bis Ende April, die Brutzeit dauert ca. 40 Tage mit sich anschließender 40 tägiger Nestlingszeit. 

Gefährdung

Der Habicht wird oftmals immer noch als Schädling betrachtet und unter den Greifvögeln immer noch am meisten verfolgt, obwohl er nicht mehr bejagt werden darf. In Europa wachsen die Habichtpopulationen inzwischen aber wieder kontinuierlich an, hier kann von einer deutlich positiven Tendenz gesprochen werden. 

Auf der Seite Vogelmeldung.de gibt es aktuelle Meldungen über Sichtungen seltener Vogelarten am Niederrhein. Auch die Beobachtung des Habicht kann dort verfolgt werden.

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