Die Birke

Die Birke spielte schon im früheren Volksglauben eine wichtige Rolle

Man vermied es, sich nah an einem Wald mit vielen Birken anzusiedeln, weil dem Glauben nach diese Bäume Blitze anzogen. Die positiven Eigenschaften überwogen aber zu alter Zeit. So schätzte man sie besonders als Zeichen des ankommenden Frühlings. Aus diesem Glauben heraus stammt auch der Brauch des Maibaumaufstellens, der bis heute in vielen Orten noch gepflegt wird.

GattungBirken im Wald

Die Birke gehört zur Gattung der „Betula“ und umfasst circa 60 Arten verschiedener Laubbäume beziehungsweise Sträucher. Der Name kommt aus dem althochdeutschen „birtha“ und bedeutet so viel wie hell, glänzend oder schimmernd.

Fortpflanzung

Die Fortpflanzung der Birken erfolgt über männliche sowie weibliche Blüten, die ausschließlich über den Wind bestäubt werden. Die Blütezeit der Birke liegt zwischen April und Mai, im späten Frühling auch schon mal bis in den Juni hinein. Die befruchteten Birkenblüten reifen zwischen August und September zu nussartigen Samen heran. Diese haben eine dünne, geflügelte Haut und werden wiederum vom Wind weiter verbreitet. Auf fruchtbaren, mit viel Feuchtigkeit angereicherten Böden, beginnen diese Samen sofort zu keimen.

Verbreitung und StandorteBirken

Die Birke ist nahezu auf der gesamten Nordhalbkugel zu finden sowie in Asien, aber auch in weiten Teilen von Nordamerika, hier besonders an den Küsten im Osten. In Europa findet man rund 50 unterschiedliche Birkenarten. Im Norden bilden die Bäume sehr oft die Waldgrenze. Die Birken zählen zu den wichtigsten Laubbäumen bei einem Wald aus Nadelgehölzen. Heutzutage findet man einen natürlichen Wald aus Birken nur sehr selten. Bevorzugt werden die Bäume besonders als Alleen, Einzelbäume oder auch in kleinen Gruppen.

Merkmale 

Besonders charakteristisch für Birken ist deren schwarz und weiß schimmernde Rinde. Die Bäume sind sommergrün und laubabwerfend. Die Blätter sind durch ihr rautenförmiges Aussehen und der lang gezogenen Spitze gekennzeichnet. Die Zweige sind zierlich und hängend und der Stamm meistens etwas krumm gewachsen.
Birken können bis zu 30 Meter hoch, bei günstigen Bedingungen, auch höher werden. Für einen Baum erreicht die Birke ein verhältnismäßig geringes Alter. Folglich können Birken rund 130 Jahre alt werden, Einzelexemplare auch bis zu maximal 160 Jahren. Die Bäume sind Pionierpflanzen und können bereits in den ersten 6 Jahren bis zu 7 Meter hochwachsen.

Ansprüche

Die Birke hat nur sehr geringe Ansprüche. Sie wächst sowohl an trockenen, als auch an nassen Standorten. Deshalb findet man diese Bäume sowohl in Mooren als auch in Heiden oder Dünen. Da die Birke besonders schnell heranwächst, wird sie auch oft als Vorbereiter für die Erschließung von einem neuen Wald eingesetzt, damit sie die Humusansammlung beschleunigt und Frostgefahr vermindert.

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