Die Buche im Wald

Holz ist eines der wichtigsten Rohstoffe unserer Gesellschaft. Ein Verzicht auf Bäume und Wälder wäre undenkbar.

Besonders die Buche ist in Mitteleuropa und speziell Deutschland eine der wichtigsten Laubbaumarten. Ohne menschliches Handeln wäre sie hierzulande der konkurrenzstärkste Baum, dennoch besitzt sie gerade einmal einen 30-prozentigen Anteil an der gesamten Fläche des Waldes.

Gattung

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist in die Familie der Buchengewächse einzuordnen, ebenso wie die Eiche. Den Namen Die Bucheträgt der Baum aufgrund des rötlichen Kerns im Stamm. Bemerkenswert ist, dass der Baum ein Durchschnittsalter von 250 Jahren erreicht und bis zu 40 Metern hoch werden kann. Damit weist die Buche eine Blattfläche von 1200 m2 auf, was ca. 200 000 bis 600 000 Blättern entspricht. Sie stellt den einzigen heimischen Laubbaum in Deutschland dar.

Merkmale

Das Blatt der Buche ist ganzrandig, kurz gestielt und eiförmig. Ist der Baum noch jung, so haben die Blätter am Rand lange weiche Wimpern. Ebenfalls sind sie wechselständisch angeordnet. Deren Knospen sind rot-braun, glatt und zugespitzt. Mit dem Treiben der Blätter im Frühjahr erscheinen auch die getrenntgeschlechtlichen Blüten. Die Früchte der Buche auch Bucheckern genannt, fallen im Oktober aus den Fruchtbechern. Wissenswert ist, dass aus ihnen Öl gewonnen werden kann und, dass sie nur unter dem Laub keimen können, da sie zu den Dunkelkeimern zählen.
Das gleichmäßig gemaserte, feinporige Holz ist aufgrund seiner charakteristischen Eigenschaft oft Nutzholz für die Möbel- und Papierherstellung, aber es ist selten für den Außenbereich geeignet. Die Rinde oder auch Borke genannt ist besonders im höheren Alter des Baumes rissig und wirkt meist gräulich, zusätzlich dehnt sie sich beim Stammwachstum aus, was ihr Aussehen so typisch macht.

Verbreitung und Standorte

Die Buche ist heute in den Wäldern von fast ganz Europa vorzufinden. Ihre Ausdehnung reich von Skandinavien im Norden bis zu Italien im Süden, von Polen im Osten bis zur Atlantikküste im Westen. Sie zählt zu den konkurrenzstärksten Baumarten des Mittelgebirges und des Tief- und Hügellandes. Da die Buche eine Schattenbaumart ist und bei einer Lichtintensität von 1 % noch assimilieren kann, verdrängt sie durch ihre Lichtkonkurrenz andere Baumarten im Wald. Zusätzlich bildet sie ein optimales Wachstum auf Kalkstandorten aus.

Ansprüche

Interessant zu wissen ist, dass an einem warmen Sommertag der Wasserverbrauch einer Rotbuche bei 400 Litern am Tag liegt, wobei 5-10 kg Sauerstoff und 12 kg Zucker produziert werden, gleichzeitig werden 6-13 kg Kohlendioxid am Tag verbraucht. Zudem benötigt sie in etwa 600 mm Jahresniederschlag bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von mindestens 8 °C.

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