Farn (Polypodiopsida) – Die typische Waldpflanze

Zu den typischen Waldpflanzen zählt zweifelsohne auch der Farn, eines der ältesten Gewächse der Erde überhaupt

Allerdings war ein Farn vor etwa 350 Mio. Jahren erheblich größer. Mit bis zu 30 Metern Wuchshöhe bildeten Farne ganze Wälder. Heute existieren in Mitteleuropa etwa 200 verschiedene Farnarten, zahlreiche weitere gedeihen nur in den Tropen.

Pflanzenbeschreibung

Der zu den Gefäßsporenpflanzen gehörende Farn lässt sich grob in Wurzel, Sprossachse und Blätter einteilen, wobei das FarnWasserleitungssystem innerhalb der Stängel für den Nährstofftransport verantwortlich ist. Jedes einzelne Blatt, das beim Farn auch Wedel genannt wird, setzt sich aus Blattstiel und Blattspreize zusammen. Auffallend ist das typische Aufrollen eines Farnwedels während des Austriebs. An der Unterseite der Blätter befinden sich die Sporangien, in denen die Sporen heranreifen. Alljährlich im Sommer öffnen sich diese Behälter, um die Sporen zur Fortpflanzung auszustreuen. Der Farn bildet im Gegensatz zu einer Samenpflanze keine Blüten und somit auch keine Früchte aus.

Vorkommen

Als lichtscheues Gewächs bevorzugt der Farn schattige Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit und ein eher saures und gut durchtränktes Bodenmilieu. Im Wald herrschen somit ideale Bedingungen für einen Farn. Aber auch in Schluchten, an mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Bachufern und an dunklen Ecken zwischen Mauern fühlt sich ein Farn wohl. Es gibt allerdings auch ein paar lichtliebende Artgenossen.

Einige Farn-Arten

In den heimischen Wäldern tritt die Gattung der Wurmfarne am häufigsten in Erscheinung. Dieser Farn kann mit etwa 160 cm langen Wedeln eine stattliche Höhe erreichen. Seine Blätter sind einfach oder auch doppelt gefiedert und werden zum Boden hin nur gering schmäler.

Der Königsfarn wächst bevorzugt an Waldrändern bis zu zwei Meter hoch. Die Sporen befinden sich bei diesem Farn nicht an den Blattunterseiten, sondern auf rostbraunen oberen Bereichen der Wedel. Sterile Nährblätter tragen dagegen ein sattes Grün.

Der ursprünglich aus Japan stammende Regenbogenfarn verträgt etwas mehr Sonne und wird 40 bis 70 cm hoch. Diesen Farn erkannt man vor allem an seiner Mehrfarbigkeit. Sein Laub wechselt von Braun-weiß über silbermetallic bis hin ins Rötliche.

Der Hirschzungenfarn stammt aus der Familie der Streifenfarngewächse. Sein unverwechselbares Kennzeichen sind seine Blätter, die keine Fiederung aufweisen. Dieser Farn schmückt sich statt dessen mit ganzrandigen, länglich-zungenförmigen Blattwedeln, die sich nach vorne verschmälern und spitz zulaufen. Bei ihm sitzen die Sporangien auf der Rückseite der Blätter, schräg zur Rippe hin und parallel zu den Nerven verlaufend. Der Hirschzungenfarn bevorzugt in seiner Umgebung Ahornbäume und Eschen. Deshalb ist er vorwiegend in Laubwäldern anzutreffen.

{ 1 Kommentar… add one }
  • Stephan 4. Juni 2015, 15:30

    Überall wird der Farn beschrieben und der exakte Wortlaut aus Wikipedia benutzt…
    Es gibt auch nicht Lichtscheue Arten, aber keiner schreibt wie diese heißen und wo diese zu finden sind… das hätte ich gerne gewußt.

    Danke schön, Mfg Stephan

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