Haselnuss (Corylus avellana) – Haselnussbaum und Haselstrauch

Die Gemeine Hasel, auch Haselstrauch oder einfach Haselnuss genannt, gehört zur Familie der Birkengewächse

Der botanische Name resultiert aus der italienischen Stadt Avello, die für den Anbau der Haselnuss seit der Antike bekannt ist. Die Heimat der Haselnuss erstreckt sich über Mitteleuropa und Teilen Kleinasiens. Haselnüsse besitzen zahlreiche lebensnotwendige Mineralstoffe und Vitamine sowie essenzielle Fettsäuren. Eine Zuchtform stellt der Korkenzieherhasel dar, der sich wegen seiner verdrehten Zweige hervorragend für Dekorationszwecke eignet.

Pflanzenportrait Haselnuss

Bei der Haselnuss handelt es sich in der Regel um einen Strauch mit aus der Basis wachsenden Schösslingen. Sie Haselnusssind für den strauchförmigen Wuchs verantwortlich und können bis zu 6 Meter erreichen. Sie bilden keine Borke. Das Laub treibt jedes Frühjahr in einem hellen, frischen Grün hervor und dunkelt mit der Zeit nach. Die rundlichen Blätter mit einer angedeuteten Spitze und leicht gezacktem Rand erreichen eine Länge bis 13 cm und eine Breite bis 10 cm.

Bestäubung und Fruchtbildung

Alljährlich produziert die Haselnuss bevor sie Laub austreibt männliche und weibliche Blüten. Die weiblichen fallen kaum ins Auge, dafür die männlichen umso mehr. Sie entwickeln sich bereits im Jahr zuvor und hängen als Paar oder zu viert an den Spitzen der Zweige. Diese sogenannten Kätzchen werden etwa 10 cm lang. Die Hummeln sind im Frühjahr die ersten aktiven Insekten und nehmen die gebotene Nahrung gerne an.

An der eigentlichen Bestäubung sind dann auch die weiblichen Blüten beteiligt. Für diesen Vorgang ist der Wind zuständig. Bevor die Haselnuss die ersten Früchte produziert, hat sie gewöhnlich bereits ein Alter von 10 Jahren erreicht. Die weiblichen Blüten bilden gemeinsam einen Blütenstand, deshalb reifen die Früchte in Gruppen heran. Sie besitzen jeweils eine Fruchthülle in der Form einer Glocke.

Der Samen ist von einer holzigen, leicht länglichen Schale umgeben, die zur Spitze hin etwas schmäler wird. Das rundliche Mal in Hellbeige an der untereren Seite ist ein typisches Kennzeichen jeder Haselnuss. Für Eichhörnchen, Vögel und Mäuse sind Haselnüsse gern gefressene Leckerbissen.

Standort der Haselnuss

Als Lichtpflanze, die auch lichten Schatten verträgt, tritt die Haselnuss bevorzugt an Waldrändern, Feldhecken und Feldwegen auf. Der Boden sollte gut durchlüftet und humusreich sein. Sandboden bekommt der Haselnuss ebenso wenig wie saurer Boden oder Staunässe, obwohl eine gewisse Feuchtigkeit des Erdreiches vorhanden sein sollte.

Das Holz der Haselnuss ist besonders weich und eignet sich deshalb gut zum Flechten oder für Pflanzenstäbe oder Rankgerüste.

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